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Karriereberatung: Ein Weg zum Traumjob

Als ich vor über 23 Jahren meine berufliche Selbstständigkeit und damit die Andreas Erbenich Personalberatung gründete, war dies mein persönlicher Schritt zu meinem Traumjob. Ich wusste, dass ich, mit einer gewissen Empathie ausgestattet, Menschen ziemlich schnell recht gut einschätzen kann und Unternehmen und ihre Anforderungen an Menschen ebenso schnell verstehe. Hohe Eigenmotivation, Fleiß und eine gewisse Frustrationstoleranz waren dann zwar keine Garanten für den bisherigen beruflichen Erfolg, halfen und helfen aber immer wieder weiter. Im „Tagesgeschäft“ führe ich nicht zuletzt Menschen beruflich zusammen, die dann im Idealfall viel Zeit miteinander verbringen. Zu der klassischen Personal-Suche und -Auswahl biete ich als Berater insbesondere denen, die sich am Markt orientieren wollen oder müssen als kostenlose Dienstleistung eine Karriereberatung an.

Komfortabel ist das für diejenigen, die im festen Arbeitsprozess stehen und „eigentlich“ zufrieden sind, sich jedoch Gedanken machen wie sie mittel- und langfristig weiterkommen können.

Anders verhält es sich, wenn Menschen ihre Arbeit verlieren oder in ihrem Beruf unglücklich sind. Spätestens dann wird aus dem Vermittler ein Berater, also im wahrsten Sinne des Wortes ein Personalberater. Stellensuchende in der Möbelbranche sehen sich zum einen mit Konzentrationsprozessen und ihren Folgen konfrontiert. Zu den bekannten Auswirkungen gehört z.B., dass bei Übernahmen zentrale Funktionen und Positionen zusammengeführt und Personalkosten eingespart werden. Moderne Organisationsstrukturen bieten Synergieeffekte nicht nur in der Zentralverwaltung.

Und zum anderen gibt es diejenigen, die ihr berufliches Glück suchen. Gemäß dem Motto „Du bist, was du tust“ definieren sich viele Menschen heute über ihren Job. Kein Wunder, dass die Ansprüche daran hoch sind: Der Beruf soll glücklich machen, einen fordern und erfüllen.

Viele Erwerbstätige haben das Gefühl, ihre Arbeit tut das nicht. Darum wollen sie sich weiterbilden, einen anderen Job erlernen, etwas anderes machen. Doch ist das in jedem Fall sinnvoll? Und wie finden sie eine Weiterbildung, die sie auch ans Ziel führt? Max M., 53, hatte lange Zeit nicht daran gezweifelt, dass er den richtigen Job hat. Viele Jahre lang arbeitet er als Einkäufer in einer wichtigen Hauptwarengruppe. Aber nach der Übernahme seines Arbeitgebers beschleicht ihn zunehmend das Gefühl, dass seine Tätigkeit ein „Auslaufmodell“ ist. Der Einkäufer erhält die sog. betriebsbedingte Kündigung, danach sieht er sich Stellenangebote an, um einen Überblick zu bekommen: Welche Jobs gibt es auf dem Markt? Wo habe ich überhaupt Chancen? Was interessiert mich?

 Er macht eine Fortbildung im Bereich SAP. Welche Position in seiner Wirtschaftsregion er anstrebt, weiß Max M. danach aber noch nicht. Max M. probiert vieles aus. Er nimmt sich eine mehrmonatige Auszeit, um sich darüber klar zu werden, wie es weitergehen soll in seinem beruflichen Leben. Er redet viel mit Freunden und ehemaligen Arbeitskollegen. Diese geben Ratschläge, sagen ihm, was er gut kann, in welchem Job sie ihn sehen. Viele Meinungen prasseln auf ihn ein. Zu viele. Am Ende seiner Auszeit weiß er immerhin: Er möchte weiterhin in der Möbelbranche arbeiten. Gemäß dem Motto „Einmal Möbel – immer Möbel“. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich klar zu werden. Eine zentrale Frage lautet: Was und wohin will ich überhaupt? Kennen Sie Ihre Stärken und Schwächen? Worin liegt Ihre Motivation? Ich versuche die Menschen zu verstehen und ihre bisherige Motivation zu begreifen. Was treibt sie an? Gibt es einen Karriereanker, zum Beispiel die Nichtmobilität. Hier gibt es viele Ansätze und Methoden; Potenzialanalysen, Visionsbildung oder die berufsbiografische Analyse im Rahmen eines persönlichen Gesprächs – übrigens meine bevorzugte Methode.

Bei letzterer geht es darum, die berufliche Laufbahn aufzuzeichnen und Höhen und Tiefen auszuloten. Dadurch gewinnt der Bewerber neue Perspektiven auf seine bisherige Arbeit und kann herausfinden, was ihn stört, was ihm gefällt, was er ändern möchte. Wenn sich jemand weiterbilden möchte, gilt es erstmal zu hinterfragen, woher dieser Wunsch kommt. Man kann nicht einfach sagen: Machen Sie diese Weiterbildung, dann sind sie wieder glücklich.

Unternehmen verändern ihre strategische Ausrichtung und Ziele, um mit innovativen und wettbewerbsfähigen Konzepten am Markt weiterhin bestehen zu können. Dabei wird das Wissen eines Unternehmens als Produktionsfaktor verstanden, der neben Kapital, Arbeit und Boden tritt.

In meinen Gesprächen mit Bewerbern muss ich immer wieder feststellen, dass heute für den beruflichen Erfolg notwendiges Wissen gar nicht vorhanden ist. So wird der eine und andere vermeintlich zahlenaffine Betriebswirt nie erkennen, wo die Kostentreiber liegen oder Kostensenkungsprogramme konsequent umsetzen können. Oder Potenziale aufgrund überkommener Strukturen in der Logistik können ohne entsprechendes Fachwissen nie gehoben werden. Die Sicherstellung einer kosten-, zeit- und qualitätsgerechten Versorgung des Unternehmens mit Gütern und Dienstleistungen ist ohne Professionalisierung des Einkaufs hinsichtlich der Methodik bei einem weltweiten Sourcing nicht mehr möglich.